Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage des singapurischen Unternehmens Acronis stellt Cryptojacking eine ernsthafte Sicherheitsbedrohung für 86% der IT-Experten dar.

Trotz der Bedenken gaben 12% aller Teilnehmer der Studie an, dass sie keine besonderen Maßnahmen zum Schutz ihrer Online-Privatsphäre ergreifen.

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IT-Fachleute besorgt über Cryptojacking

Die diesjährige Acronis-Umfrage zum Thema Cyberschutz war die fünfte, die das Unternehmen jährlich durchführte. Sie befragte fast 3.000 Personen aus 11 Ländern zu verschiedenen digitalen Herausforderungen und Bedenken.

Eines der Themen war das Thema Krypto-Jacking. Es tritt auf, wenn eine nicht autorisierte Person oder Einheit ein Gerät eines Dritten (Computer, Smartphone oder ein ganzes Netzwerk von Geräten) kontrolliert, um Krypto-Währungen abzubauen.

Die Täter können es ausführen, indem sie über eine verdächtige Anwendung Malware installieren. Für In-Browser-Cryptojacking ist jedoch kein Programm erforderlich – es funktioniert automatisch ohne Wissen oder Zustimmung des Opfers.

Daher sind die Bedenken der IT-Fachleute in dieser Angelegenheit recht ernst. Genauer gesagt, stimmen 86% aller befragten IT-Spezialisten zu, dass Krypto-Jacking und die damit verbundenen Gefahren eine echte Sicherheitsbedrohung darstellen. Persönliche Nutzer schienen etwas weniger besorgt zu sein, da „nur“ 78% von ihnen ihre Bedenken gegen ein mögliches Cryptojacking geäußert haben.

Lösegeldforderungen sind eine weitere wachsende Sorge unter Privatanwendern (82%) und IT-Fachleuten (88%). Es handelt sich um eine Art von bösartiger Software, die Cyberkriminelle verwenden, um dem Opfer den Zugriff auf seine eigenen Daten zu verwehren und dann eine Zahlung zu verlangen, um sie freizuschalten.

Mangelnde Sicherheit

Die Studie fand einige ziemlich beunruhigende Daten zur Cybersicherheit. 12% aller persönlichen Nutzer gaben an, dass sie nichts tun, um insbesondere ihre Privatsphäre online zu schützen. Sie antworteten, dass sie niemals irgendeine Art von Anti-Malware-Software verwendet haben.

32% gaben an, dass sie in dieser Angelegenheit nicht genug wissen, um zu wissen, ob ein Unbefugter auf ihre Daten zugreift oder sie verändert. Fast alle waren sich nicht bewusst, ob ihre Anti-Malware aktuell ist und ob sie neu aufkommende Cyber-Bedrohungen erkennen kann.

Etwas erwartungsgemäß sind die IT-Fachleute viel sachkundiger in diesem Bereich. Allerdings waren 6% von ihnen nicht sicher, ob ihre Organisation den Datenschutzbestimmungen unterliegt. 12% wussten nicht, ob sie unbefugte Datenmanipulationen erkennen können.

Ein anderer Bericht aus dem letzten Jahr enthüllte, dass viele Einzelpersonen und Mitarbeiter von Unternehmen in großen Sektoren schwache und allgemeine Passwörter wählen. Einige der am häufigsten verwendeten waren – „passw0rd, 1qaz2wsx, career121, abc123, password1“. Natürlich scheinen sie alle anfällig für Hacking zu sein.